Wer in Immobilien investieren möchte, ohne sich um die Pflichten eines Eigenheimbesitzers kümmern zu müssen, der ist mit einem Immobilienfonds sicherlich ganz gut beraten. Immobilienfonds investieren in Immobilien, wie Bürokomplexe oder Einzelhandelsobjekte und generieren ihre Gewinne durch die Mieteinnahmen und durch die Wertsteigerung der einzelnen Objekte. Damit gelten Immobilienfonds als recht sicher, denn wenn es sich um ein gutes Konzept handelt, sind die Mieteinnahmen garantiert.
Handelt es sich dann auch noch um ein Objekt, dass gut verwaltet wird und in einer bevorzugten Lage ist, dann ist auch die Wertsteigerung kein Problem. Unterschieden werden Immobilienfonds in geschlossene und offene Immobilienfonds. Während bei einem geschlossenen Immobilienfonds meist nur in ein Projekt investiert wird, investiert ein offener Immobilienfonds in mehrere Projekte. Ein weiterer Unterschied ist, dass man bei einem offenen Immobilienfonds jederzeit seine Anteile verkaufen kann oder neue Anteile hinzu kaufen kann. Bei einem geschlossenen Immobilienfonds wird dieser geschlossen, sobald das Kapital für das jeweilige Projekt zusammen gekommen ist und offene Immobilienfonds sind für den privaten Anleger besonders von Vorteil und auch von großem, Interesse. Hier ist die Anlage von recht kleinen Beträgen möglich, denn bereits ab einem Wert von 25 Euro kann man bei vielen Immobilienfonds Anteile erwerben. Offene Immobilienfonds haben aber einen weiteren Vorteil, der in steuerlicher Hinsicht interessant ist. Für die Erträge, die sich aus der Wertsteigerung des jeweiligen Objekts ergeben, müssen nämlich keine Steuern gezahlt werden.
Damit werden hier auch nicht die neuen 25% Abgeltungssteuer fällig. Die Erträge, die sich allerdings aus den Mieteinnahmen von Immobilienfonds ergeben, muss in vollem Umfang versteuert werden. Kontrolliert und beaufsichtigt werden die offenen Immobilienfonds in Deutschland durch die staatliche Aufsichtsbehörde BaFin. Die geschlossenen Immobilienfonds hingegen unterliegen keiner staatlichen Aufsicht und werden auch nicht Kontrolliert. Des Weiteren werden sie auch nicht von Investmentgesellschaften betrieben. Die Mindesteinlage bei geschlossenen Immobilienfonds beträgt 25.000€, weshalb sie für den Privatanleger auch eher uninteressant sind. Hierbei wird der Anleger auch nicht nur an den Mieteinnahmen und der Wertsteigerung beteiligt, sondern wird an einer Gesellschaft beteiligt. Geschlossene Immobilienfonds sind daher auch mit einem hohen Risiko behaftet, denn hier haftet der Anleger auch mit seinem Privatvermögen und nicht nur mit seiner Einlage.